'wie kommst du samstag nach hause?' frage ich j. in den fünf minuten zwischen zwei mathematikstunden. sie zuckt mit den schultern. 'entweder mit vespa oder er holt mich ab.' ich grinse schief. sie nennt ihn nie beim namen. 'er hat zwei wochen sturmfrei' fügt sie lächelnd hinzu. 'ooh, cool' erwidere ich ein wenig freudig und wende mich der wiederholung quadratischer funktionen zu. würdest du mich auch abholen? du vielleicht. wahrscheinlich schon. aber bei dir weiss man ja nie. ich seufze und lese deine letzte nachricht. so langsam bin ich diese endlosen diskussionen leid. ich verschiebe meine antwort auf die minuten, die ich am laptop bin. erlöst springe ich von meinem stuhl auf, als frau r. uns endlich in die pause entlässt. erleichtert laufe ich die 40 treppenstufen nach unten ins erdgeschoss. ich winke k. zu und stelle meine mappe ab, bevor ich auf sie zulaufe. endlich jemand positives. ich grinse k. an und falle in ihre arme. der erste gute moment heute. sie erzählt von ihren problemen mit a. ich schenke ihr ein aufmunterndes lachen. es muss halt.

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