entnervt stürze ich aus dem informatikraum. mein gott, ich bin halt nur ein mädchen und kann keine scheiss roboter programmieren. rege ich mich später bei s. und a. auf. aber jetzt geht mir schule sonstwo vorbei und es geht raus ins warme. ich beginne zu lächeln. jetzt kann der tag nur noch gut werden. ganze drei runen laufen wir um die schule, reden über susi & strolch, unproportionale körper und die verschiedensten leute. als wir uns später auf der treppe platzieren, fällt mein blick auf dich. ich seufze, wende meinen kopf ab und verschiebe das thema auf später, irgendwann. wer weiss, wann ich mich jemals ernsthaft damit auseinandersetzen kann/will. j. starrt schon wieder auf ihr handy, steht auf, grinst mich an und verschwindet im schulhaus. 'wer sogar während der schulzeit telefonieren muss.. ' denke ich für mich selbst. nungut. als ich 90 minuten später aus zwei entspannten musikstunden wieder ins freie trete, schwirrt mir der song von m. im kopf. philipp poisel habe ich auch ewig nicht mehr gehört. schnell suche ich auf meinem se "ich & du" und stecke die kopfhörer ins ohr. kurz darauf singt er sich wunderbar melancholisch in mein herz. ich schliesse meine fahrrad ab und radele richtung heimat. obwohl ich eine ganz anderen titel höre, schwirrt mir eine songzeile in gedanken herum. "und du riechst immer noch nach gestern". ich schalte die gangschaltung auf maximum und trete in die pedalen. schnell weg, weit weg, flüchten. der wind, die menschen und die komplette umgebung fliegt verschwommen an mir vorbei. wie oft du schon hier langgefahren bist? frage ich mich und seufze gleich daraufhin. das thema muss abgehakt werden. ich wische das negativzeug vor meinem inneren auge weg, summe zu pp und lege mir ein ehrliches lächeln auf die lippen. ich würde die gesamtsituation nicht kritisieren. ich weisss nicht, wer sie ist, ich weiss nicht, wer dabei war, ich weiss nicht wer du bist und ich will dich gar nicht näher kennenlernen. ich habe die wunderbarsten menschen an meiner seite, die prüfungen hinter mir und noch so viele schöne sachen vor mir. mein herz wird ganz leicht, als ich stunden später den bertelsmann - atlas durchblättere. lachend lese ich die komplizierten städtenamen vor und streiche behutsam über die osterinseln und tasmanien. die welt ist so gross und meine probleme so klein. lieber so als irgendwie anders.

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