i wanna go. (remix)
1 "was wollt ihr trinken, mädels?" höre ich eine tiefe stimme hinter uns. wir drehen uns im selben moment um und fangen an zu lachen. "2 becks". er schiebt uns die eisgekühlten flaschen rüber; ich proste dir zu. "auf einen guten abend". du zwinkerst mir zu. wir checken die location und die party people ab. bei 'she doesnt mind' kann uns niemand mehr halten und wir beschlagnahmen die tanze. der rhythmus fliesst durch unser blut, wir bewegen uns mit den beats, hin her hin her. ich würde sterben für diesen song. etwas ausser atem und mit einem glücklichen lächeln auf dem gesicht schlendern wir durch den grossen raum und lehnen uns an eine der sitzgelegenheiten. du rufst mir was zu, aber ich kann dich nicht verstehen. es ist so ultimativ laut hier drin. unauffällig blinzelst du nach rechts, doch bevor ich mich umdrehe dringt eine tiefe stimme an mein ohr. "na mädels, ganz alleine hier?" dezent erschrocken sehe ich, wer sich da vor uns aufbaut. zwei typen, der eine groß mit längeren haaren. ein ordentlicher tunnel im ohr. knallgrünes shirt, dunkle hose. den zweiten kenn ich. "hi, ich bin j." ich reiche ihm die hand. dir falle ich in trance um den hals. oh man, es war eigentlich vorauszusehen. du machst mir unmissverständlich klar, dass dir j. gefällt. schon nach wenigen minuten zieht er dich auf die tanzfläche. bleiben nur noch wir übrig. "wer tanzt hat nur kein geld zum saufen" schreie ich dir ins ohr und ernte ein herzliches lachen deinerseits. "ist relativ stickig hier, oder?" fragst du mich wenig später. ich nicke. kurz zwinker ich h zu, damit sie bescheid weiss, dass ich mal kurz draussen bin. sie lächelt kurz und konzentriert sich dann wieder auf j. als wir an der frischen luft stehen, atme ich erstmal tief durch. oha. ich ziehe eine kippe aus meinem täschchen und zünde sie mir an. was hat l. immer gesagt? rauchen beruhigt. na dann kann es ja nur besser werden. wir teilen uns eine, ziehen immer abwechselnd. ich zittere. kalt hier, ist ja schliesslich schon oktober. du erzählst immer weniger, schaust mich dafür immer länger an. als du zum zwölften male ziehst, drückst du sie danach aus und siehst mir lange in die augen. nich weggucken, denke ich mir. nich wegschauen. du kommst mir viel zu nahe - ich zögere kurz, lege dann aber meinen finger auf deinen mund, bevor sich unsere lippen berühren. "lieber nicht" flüstere ich mit rauer stimme. "gib mir noch etwas zeit". ich streiche über dein dunkles shirt und wende den blick ab. du raunst mir ein verlegenes "sorry" zu. dein blick konzentriert sich so fest auf einen punkt hinter mir, dass ich mich ebenfalls umdrehe. j. und h. laufen in unsere richtung. ich kann den gesichtsausdruck meiner grossen nicht ganz einordnen. "mein dad holt uns gleich ab" richtest du an mich. ich drehe mich zu dir um und umarme dich. "bekomme ich wenigstens deine nummer?" fragst du mich schüchtern. anstatt einer antwort grinse ich, ziehe mein handy aus der tasche und beginne, dir die zahlenkette zu diktieren. "0152.....28". flüchtig hauchst du mir ein küsschen auf die wange und ziehst mit j. wieder nach drin. erschöpft greife ich nach deiner hand. "prinzessin, wir haben viel zu bereden." ernst schaust du mich an. behutsam schiebe ich dein traurig nach unten hängenden kopf nach oben und zwinker dir zu. "es wird alles gut." du schweigst. ein mir bisher unbekanntes funkeln liegt in deinen augen. was hat er nur mit ihr gemacht ?
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