und dann schlägt dein herz.


'das ist ja leer hier' wundere ich mich, als ich in der herrendusche stehe. 'naja, ferien und dann unter der woche'. ich drücke auf einen knopf und eiskaltes wasser kommt von oben herausgeschossen. erschrocken schreie ich auf und springe nach vorn. du beginnst laut zu lachen. empört drehe ich mich zu dir um. als ich dir mein lillifee-shampoo zeige, schaust du mich entgeistert an. 'naja, das macht die haare so schön' begründe ich. 'wie alt bist du nochmal?' fragst du mich. 'ey!' - ich stoße meinen ellenbogen in deine hüfte. die jagd beginnt. ich renne aus der dusche heraus und verstecke mich in einem umkleidenpart. naiv wie du manchmal so bist, rennst du weiter. ich schleiche mich von hinten an dich ran und zwicke dich am arm. überrscht wirbelst du dich herum, aber da stehe ich schon an unseren schließfächern. 163 und 165. etwas ausser atem setzt du dich auf die schmale bank neben mich, während ich versuche, den chip dazu zu bewegen, das fach aufzumachen. 'du hast da was.' meinst du und deutest auf mein gesicht. 'was denn?' frage ich panisch und renne in die nächstgelegende umkleide. mit einem siegerlächeln schreitest du mir langsam hinter. du verriegelst die tür und umarmst mich von hinten. 'ich hab dich'. gespielt traurig ziehe ich eine grimasse im spiegel. du legst deinen kopf auf meinem ab. eine weile verharren wir so, was für ein bild. nahezu für die ewigkeit.
Nimm die Finger von dem Mädchen, verlass endlich die Bar
Draussen scheint die Sonne,
die Nacht ist nicht mehr da
Du hast zuviel geredet, fühlst dich etwas falsch
Das einzige was bleibt,
läuft dir bitter durch den Hals

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