heute sehen wir uns schon zum dritten mal. mit einem lächeln auf den lippen denke ich an letzte woche zurück. ich schiebe mein radl in den fahrradständer und verdrehe die zahlenkombination. fertig. du wartest schon an der großen säule. meine schritte werden schneller, ich laufe nahezu auf watte. dann spüre ich deine arme auf meinem rücken. geborgen schmiege ich mich an dich. 'na kleine' - deine tiefe stimme lässt einen schauer durch meinen körper fahren. ich hake mich so gut es geht bei dir unter und wir schlendern durch die stadt. als wir gerade über frau x. reden, sehe ich plötzlich k. und j. 'warte kurz, ja?' raune ich dir liebenswürdig zu und gehe zu den beiden rüber. nachdem ich beide umarmt habe, fragt k: 'leah, wer isn das?' - ich drehe mich um, zwinker dir zu und drehe mich zu ihr zurück. 'nicht so wichtig.. wir sehen uns montag'. ein kribbeln weitet sich in meinem bauch aus, als du mich schief anschaust und dein gesicht ein einziges fragezeichen ist. kichernd lehne meinen kopf an dich und kuschel mich tiefer in meine viel zu dünne strickjacke.
abends, 21.00 Uhr. 'ist dir kalt?' du schaust mich besorgt an. ich will schon dankend abwinken, da hast du schon deinen dunkelgrauen pullover ausgezogen. fröstelnd schlüpfe ich hinein. flauschig. kurzer schnuppertest - mhhhhm. du hast deine qualitäten. 'du, ich muss los. meine mum...'. deine miene verzieht sich zu einer traurigen maske. [....] 'tschüss prinzessin.' es fällt mir schwer deine hand loszulassen. das du mir noch lange nachschaust, bekomme ich nicht mit, denn ich wage keinen blick zurück. ich bin nicht traurig darüber, dass es vorbei ist, sondern ich lache. weil es so schön war. und weil wir immer wieder von vorn anfangen. und weil du so unendlich viel bedeutest.
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