auf dem weg.

oktoberferien. es ist ein donnerstag, 14.35 uhr. 'mist, ich bin viel zu früh da'. ratlos stehe ich rum und überlege, was ich mit der restlichen zeit anfange. da wir uns eh vor der kirche treffen, kann ich ja mal reingehen. ich zünde eine kerze an, spreche lautlos einige worte. plötzlich spricht mich ein alter herr an. 'wissen sie, ich habe genau heute vor 5 jahren meine frau regina verloren.' beginnt er und beschreibt mir in lebendigen worten die ewige ehe der beiden. als er nachdenklich verstummt, bringe ich ihm vorsichtig bei, dass ich losmuss. langsam laufen wir untergehakt aus den heiligen hallen. ich drücke die riesige eichentür auf und sehe dich unruhig umherschauen. als dein blick auf mich fällt, schaust du mich verwundert an und beginnst zu lächen. ich nicke dir kurz zu. 'grüßen sie ihre regina ganz lieb von mir ja? hier ist ihre tasche' meine ich liebenswürdig zu meinem neuen alten freund. er schaut mich an, mit lachenden augen. 'das mache ich, danke!', und etwas leiser: 'jetzt gehen sie schon zu ihrem rendezvous. er hat doch nur noch augen für sie.' mit diesen worten trat er seinen weg zum auto an. kopfschüttelnd sah ich ihm nach. 'das meint er nicht ernst,  aber sehr süß' und drehe mich zu dir um.
Geht's mal nach links,
dann bieg ich nicht ab.
Ich fahr grade aus.
Es kann komm was will,
ich bleib auf der Bahn.
Ich suche das Ziel
und komm nicht an.

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