auf dem pfad der dämmerung.

ein letztes mal laufe ich durch die wohnung um zu überprüfen, ob ich wirklich alles dabei habe. handy, handy 2, kopfhörer, flaschenöffner, haarbürste, masacara, labello, kaugummis, eine kleine flasche wasser, notizblock und kuli. check. der blick auf die uhr zeigt, dass ich noch eine knappe halbe stunde habe. der entchenschlüssel wandert als abschliessendes utensil in meine tasche, bevor ich die haustür hinter mir schliesse. ein etwa 20 minuten langer spaziergang liegt vor mir. ich schiebe mir die sonnenbrille auf die nase und pfeiffe fröhlich zu olli schulz vor mich hin. ein fabelhafter tag wartet auf mich. das thermometer zeigte schon früh um 8 eine aussentemperatur von 20°. tageshöchstwert: 28°. die badesaison wird heute eröffnet, ladies. ich winke meiner furchtbaren nachbarin zu und streichel den rotgetigertenn kater, der im wohngebiet durch alle gärten schleicht. als ich in meinen ehemaligen stadtteil vordringe, beginne ich mich zurückzuerinnern. der schäferhund, die spaziergänge, die gedanken. alles scheint so weit weg. knapp 16 monate müsste das alles her sein. mein handy vibriert, lese entzückt die neue sms und rufe daraufhin die verfasserin an. h. lenkt mich von allen gedanken ab und wir beginnen gemeinsam jeden erdenklichen menschen so gehörig durch den dreck zu ziehen. es ist der wahnsinn, wie wir uns über bitch(magneten) aufregen können. "du, ich bin jetzt fast da. ich wünsche dir trotz allem einen schönen tag mit c." - "dir brauch ich nix mehr wünschen, du hast alles, mein schatz!" ich quietsche ein lautes "ich hab dich liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieb" in die leitung und höre noch dein zauberhaftes lachen am anderen ende. es sollte verboten sein, dass ein mensch so glücklich ist, denke ich mir, während ich die kopfhörer plus player in den beutel fallen lasse. in der ferne sehe ich schon p und j, die wieder nur mit sich beschäftigt sind. p erspäht mich aus dem augenwinkel und läuft strahlend auf mich zu. "hey süüüüsse" schreit sie und küsst mich auf beide wangen. auch von j. werde ich herzlich begrüsst. bosshaft klatsche ich m und t ab, ehe ich zu dir komme. denn wie heisst es so schön? das beste kommt zum schluss. "na kleine" raunst du mir ins ohr, während ich mich in dir wieder vollkommen verliere. t. und m. beginnen unanständig zu lachen. daraufhin werfe ich beiden ein gespielt wütenden blick zu. "fertig werden" rufe ich in die menge. kurze zeit später sitze ich auf deinem lenker und versuche mühsam mein gleichgewicht zu halten. j. stimmt laut einen song an und die ganze mansnchaft fährt grölend durch die strassen. es stört hier niemanden, da alle weg oder schon dort sind, wo wir hin wollen. der kühle wind verfängt sich in meinen haaren und ich schliesse daraufhin geniesserisch die augen. "glück ist, wenn man sich wünscht den moment festhalten zu können" whispere ich dir zu und du lachst dein atemberaubendes lachen. ich will nie mehr ohne dich sein. es wäre einfach unvorstellbar.
mehr oder weniger elegant  springe ich an unserem fahrtziel vom rad herunter und beginne mich interessiert umzusehen. wie lange ich schon nicht mehr hier war. es kommt mir trotz dessen vor wie gestern, als wir um den see gelaufen sind und im wasser gespielt haben. unsere truppe sucht sich einen platz mit sonnenschatten. du und ich sitzen ganz am rand von der grossen handtuchfläche. ich streife mein oberteil ab und krame den flaschenöffner hervor, nachdem von m ungeduldig verlangt wird. dankend nehme ich ihm wenig später die zwei lauwarmen getränke ab und reiche eins an dich weiter. du faupelz liegst schon auf der decke und beobachtest mich amüsiert. ich grinse zurück, lege meinen kopf auf deinen oberkörper und beginne interessiert, den neusten klatsch und tratsch in der closer nachzulesen. ich bekomme einen ohrstöpsel von dir gereicht, den ich mit höchster zufriedenheit an mich nehme. du hast einen echten glücksgriff mit mir gemacht, denke ich mir belustigt. dein musikgeschmack ist erstaunlich abwechslungsreich geworden. 'tocotronic' mit 'auf dem pfas der dämmerung' dröhnt mir ins ohr. ich taste nach deiner hand und drücke sie fest. du lachst und drückst mir einen kuss auf die haare. wunschlso glücklich drehe ich meinen kopf in deine richtung, lasse die zeitschrift sinken und schliesse die augen. in meinem kopf sanfte gitarrenklänge gemischt mit lautem gelächter und geqautsche von den anderen. - doch wir blenden sie komplett aus.
Unversehens anders sprechen,
Keine Sprache, keine Sprache, keine Sprache, treibt mich um,
Auf dem Pfad der Dämmerung.
Alle Preise sollen winken,
Ich will im Swimming Pool ertrinken,
Der Teufel sagt, der Teufel sagt, der Teufel sagt, du musst es tun

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