come home.

die gitarre über der schulter stakse ich über das grüne gras, balanciere den bordstein entlang und laufe schlussendlich auf m.s auto zu. irgendwie quetsche ich meine gitarre auf den beifahrersitz, ich dahinter. sie fährt zum ct*. ich bin aufgeregt. jetzt wird über meine zukunft entschieden! wir parken das auto vor netto und laufen querfeldein zu haus y. drinn schauen wir uns ratlos um. welche etage? ein mädchen, etwa 22: 'da ist der aufzug und hier links das treppenhaus.' - 'dankeschön' meine ich erfreut. nice, ich mag leute, die einem helfen können. wir laufen die wenigen stufen hinauf. ein beißender geruch empfängt mich. kritisch schaue ich mich um. etwas planlos laufen wir langsam richtung schwesternzimmer. eine dunkelhaarige frau kommt raus. 'sie müssen familie x sein, richtig?' - 'ja'. sie nimmt meine personalien auf und bitten uns, zu warten. schmutziges gelb an der wand, ungemütliche metallklappstühle und 3 fischbilder an der wand. hm. da kommt schon der herr zu uns und führt uns in das behandlungszimmer. wenige sekunden später mustert mich der chefarzt höchstpersönlich kritisch. malt skizzen, erklärt, zählt vor- und nachteile auf. ich blicke mich nervös um. doofe angewohnheit, erst den raum komplett abscannen zu müssen, bevor ich mich halbwegs entspannen kann. mir fällt der karge schreibtisch auf. und das riesige buch 'rote liste 2012' mit unzähligen seiten. ein lesezeichen darin. welches medikament dort wohl steht? 'wir schicken ihnen * *, dann können sie selbst entscheiden.' - 'dankeschön, tschüss!'. ich lasse das gespräch revue passieren. kann ich ihm vertrauen? es hängt so viel davon ab.
Come home, come home
´Cause I´ve been waitin´for ya, for so long, for so long
And right now there´s a war between the vanities
But all I see is you an` me
And the fight for you is all I´ve ever known
So come home

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