'...dann bis in drei wochen'. mit diesen worten entlässt uns herr a. in unser wohl verdientes wochenende. mein musikkurs packt in meinen augen in zeitlupe sein zeug zusammen. c. und ich sind schon lange zur tür raus. 'so, du kannst heut ohne mich fahren, ich geh ja jetzt mit j. in die stadt'. 'ok' meint sie, und begleitet mich noch bis zu bad. ich umarme sie und winke ihr hinterher. kopfschüttelnd ziehe ich meinen 258 - lippenstift von l'oréal paris nach und erledige ähnliche renovierungsarbeiten in meinem gesicht. wer hätte das gedacht.. vor einem halben jahr sah es noch ganz anders zwischen uns aus. ich zwinker meinem spiegelbild zu, stecke meinen dutt noch einmal fest und laufe zu meiner prinzessin rüber.
'wollen wir bahn fahren oder laufen?' fragt sie mich draußen. 'laufen, ich brauch bewegung und ich hab so viel zu erzählen un ich kann nur im laufen denken' gebe ich lachend von mir. aufgeregt berichte ich ihr von meinen letzten beiden epischen stunden im keller unserer schule. 'nur 20 minuten unterricht, den rest hat der a. nur verquatscht. das war so genial, ernsthaft'.
im 'müller' stöbern wir lange in der drogerieabteilung herum. einige (mitunter unangenehme) fünde später stehen wir an der kasse. als wir wieder vor dem geschäft stehen, ziehe ich sie mit dem spruch 'hab ich dir schon erzählt, dass ... ' auf. scherzhaft verdrehst du die augen.
im eiscafé erinnern wir uns gemeinsam zurück. 'weisst du, eigentlich wars ja ne schöne zeit. kannst du dich noch daran erinnern, als wir nach hause gegangen sind und ich in meinem handy ne notiz geschrieben habe, weil ich das alles nicht glauben konnte? damit ich am nächsten morgen davon überzeugen kann, das es wirklich passiert ist.' - 'ja, das war echt süß'.
gedankenverloren schaue ich im großen raum herum. irgendwann dringt deine stimme wieder an mein ohr. 'was?' meine ich verwirrt. 'ich war gerade ganz weit weg...' - 'oh ja, ich merk schon.' als wärst du meine mutter ..so schaust du mich an. 'warum hast du mich damals nicht geschlagen, damit ich wieder zur vernunft komme? warum?' - 'du warst so fasziniert von y.' - 'ja..y. hat damals alles verändert.' leider gottes. seufzend lege ich meinen kopf auf deine schulter. 'ich kann mich an keine worte im detail erinnern. aber an bestimmte situation dafür umso genauer. das ist schrecklich. du, auftrag! im *. falls ich bis dahin * * *. du schlägst mich, damit ich wieder zur vernunft komme, ja? versprich mir das! sowas kann und darf nicht noch einmal passieren. ich mache mir sonst alles wieder kaputt' - 'okay, auf jeden fall.'
als wir am abend auf der bank vor der stadtmauer sitzen, stellt sich das angenehme 'feierabend-feeling' ein. 'der hat uns so angeschaut, der ist fast vom fahrrad gefallen'. 'war es ein alter?' frage ich dich. 'jaa' meinst du resigniert.
einige minuten danach: 'jetzt weiß ich was du meinst. die glotzen wirklich, also ernsthaft.' ... 'und hast du den kleinen checker gesehen? allerhöchstens achte!! wie peinlich, wo ist das loch zum reinhüpfen? das ist ja fremdschämen.'
'aber die haben uns angeguckt.' - 'türlich, die kommen doch nich extra hier ein zweites mal vorbei.' -'also den blonden find ich ned so.. aber die zwei braunen...' - 'ich nehm alle'. deine augen strahlen. wir freuen uns wie zwei kleine mädchen, die sich zum ersten mal schick gemacht haben. nur das die eine 173cm und die andere 166 ist. als wir wenige minuten resigniert an der haltestelle stehen, fluchen wir beide im akkord. 'man kann es ja jetz auch nich ändern' seufze ich und umarme dich fest, bevor ich in die bahn einsteige. 'vllt sieht man sie ja wieder.' - 'ja. vielleicht ..'
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen